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Prozesse

Bild von Pexels (Photograph Pixabay)

Hey liebe Leute da draussen!

Was für eine spannende Zeit. So viel und doch so wenig. Also ich selbst habe ca. eine Woche jetzt gebraucht, um die Situation mal halbwegs zu realisieren und auch um einen ordentlichen Schritt zurück zu schaffen und mal so richtig gut durch zu atmen!
Ich werde jetzt zu dem Thema selbst nichts sagen, weil es schon so viel dazu gibt.
Jedoch gibt es ein paar Dinge in mir, die ich gerne teilen möchte. Entwicklungsschritte für mich in den letzten Monaten, Wochen und auch Tagen. Und wer weiß, vielleicht nimmt ja der eine oder andere etwas mit dadurch.

Anfang Jänner, als ich den letzten Beitrag schrieb, war ich in einer kleinen Euphorie – das war so ein wenig die Stille vorm Sturm. Kennt jemand von euch das auch, dass euch eigentlich etwas ziemlich trifft (emotional), aber ihr euch in diesem Stadium befindet, mit den Gedanken „das hat alles seinen Sinn, das soll so sein, das ist alles gut so, ..." doch dann zieht es dir erst recht den Boden unter den Füßen weg? Mir ging es so im Jänner. Und im Februar... ich habe bis Ende Februar gebraucht, um den Boden wieder zu spüren. Solche Zeiten sind immer sehr intensiv. Was ist passiert? Ich war verliebt, er aber nicht. C'est la vie – so ist das Leben. Und ich dachte, weil mein Bauchgefühl es mir ohnehin schon früher sagte, dass ich damit kein Problem habe. Aber als dann die Bestätigung kam – nämlich, dass er schon länger jemand Neuen hat – war das doch ein ziemlicher Schlag für mich. Dumpfes Brüten. Wegstecken. Die Gefühle wegschieben. Das war es, was ich so tat. Aber ich weiß es doch besser!!!! Ja und ich habe auch versucht, mich damit auseinander zu setzen. Aber der Kopf alleine bestimmt das eben nicht. Da gehört auch das Herz dazu. Anscheinend hat es noch etwas gebraucht. Es war auch nicht ein Auslöser, der das verbesserte, es waren mehrere Dinge. Gespräche mit meinem Berater (ja, ganz wichtig – auch wir Berater haben Berater). Gespräche mit FreundInnen. Schreiben von Briefen (für mich). In die Lobau fahren mit dem Auto und im Auto mal so richtig ALLES raus lassen. Ich habe geschimpft, geschrien, geweint und getobt... es durfte alles raus. Das Alles zusammen hat es dann verändert. Nicht ein Schlüssel und die Tür ging auf. Nicht ein Wundermittel oder ein Tool und alles ist wieder gut. Es sind meist mehrere Dinge. Dinge die unsere Gedanken und Gefühle verändern. Seit 3 Wochen ging es mir viel besser! Dann jetzt diese sehr skurrile und etwas surreale Situation für mich, durch die aktuellen Umstände im Land (Social Distancing). Plötzlich dürfen wir uns mit unseren Ängsten auseinander setzen. Mit Einsamkeit. Viele Dinge kommen hoch. Und dann vor 2 Tagen ruft „er" mich an. Einfach um zu Plaudern. Anfangs war es noch OK für mich, aber im Laufe des Telefonats merkte ich, dass es mich nervt und wütend macht. Gestern hab ich mich dann hin gesetzt und ihm einen langen Brief geschrieben. Ihm all das rein geschrieben, was seit Anfang Jänner durch meinen Kopf ging. Wie ich mich fühlte, was ich nicht verstand, was ich daraus mitnehme... Doch der Drang ihm diesen Brief zu schicken, ist heute verflogen. Denn ich habe den Brief mehr für mich geschrieben. Er hat mich Dinge erkennen lassen und er war ein Ventil, dass das was da wieder war, raus konnte.
Dinge auszusprechen. Dinge zu schreiben. Das kann befreien. Nicht zu erwarten, das alles mit einer Sitzung, einem Hörbuch, einem Online-Kurs oder sonst irgendwas wieder weg ist. Das alles sind Prozesse. Diese aktuelle Zeit, hat mich zum Durchatmen gebracht – auch erst heute. Dieses Bewusstsein gestärkt, weiter weg von diesem ganzen Müll. Sowohl im realen Leben, Müll zu vermeiden, als auch im geistigen Sinne. Auch in der Kommunikation. Nicht ständig das Handy eingeschaltet zu haben. Nicht ständig auf Abruf zu sein. Nicht ständig jenes Video, Bild zu teilen. Natürlich noch weniger wenn es etwas ist, das Angst macht... aber auch nicht immer alles einfach weil es lustig ist. Viele von uns haben jetzt Zeit. Wir alle haben die Gelegenheit wieder ein Gefühl zu vielen Dingen zu entwickeln. Wenn etwas wirklich gut ist, schickt man es ohnehin weiter, aber sollte ich wirklich alles einfach teilen. Bin ich selber nicht froh, wenn mein Telefon nicht ständig klingelt...?

Einfach um alles mehr wert zu schätzen. Die Kommunikation. Die Menschen um uns. Uns selbst. Unsere Zeit. Durchatmen. Heute sind die Gedanken noch etwas ungeordnet in mir, aber es war mir ein Bedürfnis das jetzt zu schreiben. Und auch es nicht PERFEKT zu machen. Sondern es einfach sein zu lassen... wie es ist. Manchmal ist es gut, einfach wie es ist....

Zweifel
2019 geht, 2020 kommt....
 

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Manuela Adler

Dipl. Lebens- und Sozialberaterin in Ausbildung und unter Supervision

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