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Werte

Photo by Lukáš Dlutko from Pexels

Als ich anfangs meines Blogs über Werte geschrieben habe, war das eine intensive Zeit für mich. Ähnlich wie aktuell. Es hat mich damals recht hin und her gerissen. So ist das manchmal im Leben und doch hatte und habe ich immer das Gefühl, dass alles seinen Sinn und seine Berechtigung hat. So wohl auch die aktuellen Umstände in der Welt. In diesem Jahr ist viel passiert. Nicht nur aussen, auch in uns. Bei mir persönlich wurden viele Fragen laut. Fragen nach dem Sinn. Nach dem, was ich eigentlich will. Was macht mich glücklich und was bereitet mir Freude? Ich habe am Anfang über Werte geschrieben und ich empfand es als gutes Thema, um heute hier anzuknüpfen. Es ist etwas, dass man sich von Zeit zu Zeit ansehen darf. Daher möchte ich noch genauer diese Übung aus meiner Ausbildung teilen.

Kurzzusammenfassung der Übung:
1. Brainstorming - schreib alles auf, was dir wichtig ist im Leben. Einfach drauf los schreiben.
2. Schneide die Begriffe der Einfachheit halber aus...
3. Schau was für sich alleine steht oder was vielleicht zusammengehört - es können auch mehrere Dinge einen größeren Wert bilden.
4. Bring das Ganze in eine Reihenfolge (versuche zumindest 10 Werte am Ende zu haben) - was ist der höchste Wert, was der zweithöchste, ... Es gibt kein richtig und kein falsch und es ist nichts in Stein gemeißeltes.
5. Erkläre jeden einzelnen Wert, nimm dir Zeit. Was heißt dieser Wert, was tust du / musst du tun um ihn zu erfüllen? Schreibe wieder einfach drauf los! Dies ist wohl der spannendste Punkt der Übung, wie ich finde.

Werte
Diese Übung, die ich damals beschrieb, fiel mir nicht so leicht, wie eigentlich gedacht. Ich durfte mich zuerst um andere Dinge kümmern, andere Teile von mir haben Ihre Prioritäten eingefordert... und das ist gut so! Doch ich habe es dennoch geschafft. Beim zweiten Anlauf... ja, ich gestehe, ich habe mich hingesetzt und wie im ersten Blog beschrieben, alles aufgeschrieben, etc., aber dann habe ich es zur Seite gelegt und nicht mehr angegriffen...

Einige Wochen später habe ich mich dann nochmal hingesetzt und mir Zeit genommen für mich! Ich habe eine Zeit lang alles aufkommen lassen, was mir wichtig ist im Leben. Alles was ich gerne im Leben habe oder auch hätte. Interessant, da kamen ein paar neue Dinge auf, die mir vorher so nicht bewusst waren. Dann ging ich her und schnitt das Papier mit all den Dingen darauf auseinander, so das jedes Ding ein eigenes Papierschnitzel wurde. So fiel es mir leichter sie anzuordnen. Wie bei einem Puzzle schaute ich, was gehört wo dazu? Ich brachte auch eine Rangfolge rein. Ganz oben legte ich hin was mir am Wichtigsten war usw. Dinge die zusammengehörten, legte ich übereinander und ganz oben den Überbegriff dazu. Ein Beispiel - Reisen, Lernen, Weiterbildung, persönliches Wachstum und Lesen kamen mir in den Sinn und irgendwie gehörten die Dinge für mich auch zusammen. Reisen, Lernen, Lesen, Weiterbildung, das alles führt für mich zu persönlichem Wachstum, also ist das mein Überbegriff, aber Reisen, Reisen ist doch mehr für mich, daher hat es dennoch einen eigenen Platz verdient!

Ich versuchte auf meine Gefühle zu achten dabei. Was steht für was? Was ist wichtiger? Nicht den Kopf einschalten und schauen, was besser klingt oder wofür ich dann beachtet werden würde etc. nein, einfach fühlen, was ist mir wichtig. Als nächstes ging ich her und fing mit Wert 1 an. Wie tue ich das? Was mache ich, damit dieser Wert erfüllt wird? Diese Übung hatte ich in meiner Ausbildung gelernt und damals fand ich das schon toll. Ich fing an, es auf zu schreiben, so als würde ich es einem kleinen Kind erklären wollen, das mich fragt: Wie tut man das? Was ist Dankbarkeit? Ich fing einfach an zu schreiben...... und während dieses ganzen Prozesses wurde mir schon einiges klar. Warum ich was und wie getan habe oder tue. Sehr spannend finde ich es vor allem diese Übung nach einiger Zeit zu wiederholen z.b. nach 1 bis 2 Jahren.

Falls ihr Unterstützung hierbei oder bei anderen Themen wollt, dann holt Sie euch, es gibt so viele tolle Mittel, Wege und Berater da draußen. Ich stehe natürlich auch gerne zur Verfügung. Es bereitet mir Freude mit Menschen zu arbeiten. Ich habe mir Hilfe für ein paar meiner privaten Themen geholt. Das tue ich immer wieder, denn Themen kommen immer wieder. Und ich denke genau darum geht es, sich Hilfe zu holen, wenn man selbst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen vermag. Es ist immer faszinierend, welche Erkenntnisse so an die Oberfläche kommen.

Ich hoffe die Übung macht euch Freude und freue mich wie immer über Feedback, Erfahrungen, Kommentare und Fragen. In dieser stürmischen Zeit ist unser Inneres, das was uns am meisten Halt verleihen kann.


Kleine Gesten - große Wirkung
Zweifel
 

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Donnerstag, 03. Dezember 2020

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