By Manuela Adler on Mittwoch, 25. Mai 2022
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Unrund - Ungleichgewicht

Hallo meine Lieben, nach einer etwas längeren Pause hier mal wieder ein Thema, dass mir gerade am Herzen liegt. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich fühle mich in letzter Zeit sehr aus dem Gleichgewicht gekommen, unrund. Ich nehme schon auch wahr, dass die Zeit an sich sehr intensiv ist im Innen und im Außen. Mit allem was sich um uns und in der Welt tut. Ich tue mir ein wenig schwer es in Worte zu fassen, wie es mir geht. An sich wäre da nichts, warum es mir schlecht gehen sollte: der Frühling / Frühsommer ist da, die Tage werden länger, es duftet, es blüht. Und doch fühle ich mich in mir durcheinander. Es äußert sich bei mir auf unterschiedliche Weise. Ein Teil ist, dass sich meine Wohnung in Unordnung befindet. Nicht tragisch, aber doch so, dass ich mich nicht wirklich wohlfühle. Gleichzeitig fällt es mir schwer mich aufzuraffen, dass zu ändern. Und so ähnlich geht es mir auch in mir. Ich habe das Gefühl mich nicht wirklich zu spüren. Die „Verbindung" zu mir nicht zu haben. Das merke ich relativ leicht an meinem Essverhalten. Die letzten Jahre wurde mir immer deutlicher, dass das mein einfachster Anzeiger für mein Gleichgewicht in mir ist. Ich esse zu viel momentan und zu ungesund. Ich verwende oft das Wort „Stress" und wenn ich gefragt werde, wie es mir geht, kann ich nicht gut antworten, weil ich es irgendwie nicht weiß.

Und soll ich euch was verraten? Das kotzt mich an! Immer wieder ertappe ich mich bei dem Gedanken: das gibt's doch nicht. Da hast du so vieles in deinem Leben schon gelernt und arbeitest mit Menschen, da dürfte dass doch DIR nicht passieren!

Doch. Das passiert. Und das ist normal. Vor allem als Berater oft nicht auf seine eigenen Ratschläge zu hören. Manchmal ist die Leitung etwas lange und ich brauch ein wenig um den Blick auf mich wieder zubekommen. Wisst ihr, was mir hilft? Schreiben. Für mich ist Schreiben ein wunderbarer Zugang dazu.

Und während ich so nachdenke und schreibe und tatsächlich im Gedanken ein Beratungsgespräch mit mir selber hatte, wurde mir mehr klar, was in mir im Ungleichgewicht ist. Grundsätzlich sind ja alles nur Konzepte. Konzepte, die uns dazu dienen, etwas zu erkennen, zu verändern. So ein Konzept wurde mir bewusst. Wenn ich aus 3 Dingen in dieser physischen Welt geformt bin, dann sind das: mein Verstand, mein Herzgefühl und mein Körper. Diese 3 sind wie Pfeiler für mich. Und diese 3 sollten ca. im Gleichgewicht sein. Und oft geraten sie aus dem Gleichgewicht. Bei mir ist aktuell der Verstand am aktivsten und dann kommt etwas wirr mein Herzgefühl und am Schluss momentan mein Körper....  Ich nähre auch meinen Verstand am aktivsten momentan. Zuviel Social Media, zuviel im Außen, zuviel Arbeit, zuviel Nachrichten, zuviel Input....

Daher nehme ich mir für heute mal vor, mir zu überlegen, wie ich das Herzgefühl und den Körper mit einbinden kann. Ganz ehrlich, dafür gibt es so unheimlich viele Wege und Arten. Keiner davon ist richtig oder falsch. Wir sind so individuell, dass was uns gut tut, ist gut für uns. Und wenn wir uns im Gleichgewicht befinden, dann geht es uns auch gut. Meinen Verstand füttere ich momentan im Übermaß – mit all dem was zu tun ist und dem Stress, mit Ablenkung und Wissen, Halbwissen und Reizen von Außen. Jetzt heißt es zu Lauschen: Was braucht mein Herzgefühl? Und was braucht mein Körper? Ich denke ich fange beim Körper mit Dehnungsübungen an – ein wenig Spazieren gehen hat mir heute auch bereits gut getan. Und für mein Herzgefühl werde ich mir Musik aufdrehen und mal in mich hineinfühlen, wie es mir geht...

Wie geht es euch so in dieser wirren Zeit? Was nährt euch, verbindet euch? Wie achtet ihr auf euch? Lasst euch inspirieren und tut euch Gutes! Liebe und Licht Manu

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